ADHS

Behandlung von ADHS-Patienten
Um die Versorgung für ADHS-Patienten zu verbessern, sollte ein Innovationsfondsantrag mit dem Titel „KARO“ im Mai 2025 vom BVDP beim G-BA eingereicht werden, leider konnte keine Krankenkasse in Deutschland zur Unterstützung dafür gewonnen werden. KARO stand für „Klar strukturierte ADHS-Diagnostik und Behandlung in der Regelversorgung optimiert durch digitales Screening“. Der Antrag beinhaltete drei Aspekte zur Verbesserung der Versorgung:
1. Ein digitales Screening für jedermann, so dass nur Patienten mit sich dadurch erhärtendem Verdacht auf ADHS in die teilnehmenden Praxen zur Diagnostik kommen
2. Eine zunächst über den Innovationsfond finanzierte leitliniengerechte Diagnostik für ADHS bei uns niedergelassenen neuropsychiatrischen Fachärzten, gefolgt von einer besseren Koordination der Versorgung und medikamentösen Therapie im Sinne einer „Facharzt zentrierten Versorgung“, die extra vergütet werden muss
3. Die Möglichkeit, dass Patienten ein sogenanntes Body Doubling, ein Online-Gruppen-Schulungsprogramm, was von der Selbsthilfe ADHS Deutschland e.V. angeboten wird, nutzen können und somit sich die Nachfrage nach Psychotherapie für ADHS reduzieren könnte.
Leider lehnten die angesprochenen Krankenkassen eine Unterstützung des Projekts ab, so dass der Innovationsfondsantrag nicht eingereicht werden konnte. BVDN und BVDP arbeiten aber weiterhin an Konzepten, um die Versorgung für Diagnostik und Behandlung bei ADHS zu verbessern. Es wurde eine „Taskforce ADHS“ gegründet.
Neuigkeiten dazu veröffentlichen wir hier in den nachfolgenden Berichten:
TASKFORCE-ADHS
Seit dem Frühjahr 2025 haben sich mehrere Mitglieder des BVDN und Landessprecher des BVDP zu einer ADHS-Taskforce zusammengeschlossen. In dieser überregionalen Gruppe tauschen sich mehrere psychiatrische und neurologische Kollegen monatlich über dieses sehr wichtige, aber hinsichtlich Diagnostik und Behandlung auch immer wieder sehr kontroverse Thema aus. Fragen zur Diagnostik Bei Erstvorstellungen werden aktuell immer häufiger unvollständige oder nicht leitliniengerechte Befundberichte vorgelegt: standardisierte Tests, validierte Interviews und fremdanamnestische Nachweise fehlen oft,...
Titelbild: Pixabay
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